IKE - Integrative Körperarbeit

nach Eidt (Bayreuth)

Eine sichere Bindung erfahren kleine Kinder auf diese Weise: Wenn sie Kummer oder Schmerz verspüren, sich schier untröstlich fühlen oder vor Verzweiflung weinen und schreien, werden sie von ihrer Mutter, Vater oder einer anderen Bezugsperson getröstet. Sie werden körperlich gehalten und, soweit möglich, mit dem Not-Wendigen versorgt.

Der Erwachsene Mensch steht dem Kind in diesem Moment im wahrsten Sinne des Wortes zur Verfügung. Eine sichere Bindung ist die Basis, um als selbst erwachsenen gewordener Mensch Stolpersteine im Leben mit Selbstvertrauen und Flexibilität bewältigen zu können. Eine sichere Bindung ermöglicht es dem erwachsenen Menschen ebenso, wenn nötig, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Es gibt vielfältige Gründe, die dazu führen, dass Halt, gehalten werden und die Versorgung mit Notwendigem in der Kindheit nicht ausreichend zur Verfügung standen. Die Folgen können  vielfältig sein. Körper, Geist und Psyche – so wissen wir aus der modernen Hirnforschung können sehr individuelle Mechanismen entwickeln, die diesen kindlichen „Notfall“ kompensieren. Wenn wir als erwachsene Menschen unter unerklärlichen Schmerzen leiden, psychosomatische Erkrankungen entwickeln oder unser volles Potential nicht entfalten können, so können diese frühkindlichen Störungen einer sicheren Bindung zugrunde liegen.

Die „Integrative Körperarbeit nach Eidt“ findet auf der Höhe der neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung statt. Im Unterschied zu klassischen Psychotherapieverfahren und zu reinen Körpertherapieformen findet eine (Neu-)Verbindung von körperlichen und psychischen Prozessen statt.

Uli Eidt wird am Freitagabend die Sicht und die Erfahrungen vorstellen, die Sophie und Ulrich Eidt in den letzten zwanzig Jahren aus intensiven Therapie- und Körpererfahrungen zu diesem Thema gewonnen haben. Am Samstag besteht Gelegenheit, entsprechende Erfahrungen in sogenannten“Sessions“ zu machen und die Arbeit der Geschwister Eidt unmittelbar zu erleben. Diese Arbeit findet in ganze normaler Kleidung statt, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Ulrich Eidt schreibt dazu:
„IKE ist eine sanfte, klientenzentrierte Körperarbeit. Der Klient darf "mit Allem" kommen und entscheidet über den Verlauf der „Session“; von außen wird keine Entwicklungsrichtung vorgegeben. Im Zentrum dieser Arbeit steht Halt. Dieser kann durch zwei – und bei Bedarf in einer Gruppe - auch durch mehr Hände gegeben werden.
Halt im rein physischem Sinn: eine Hand am Nacken einer auf dem Rücken liegenden Person hilft zum Beispiel, sich gehalten, geborgen zu fühlen und zu entspannen. In  dieser Lage ist es leichter, sich dem Körper zuzuwenden und sich mit den im Körper verankerten Erfahrungen zu verbinden.
Halt im psychischen Sinn: Wir, die begleitenden Personen, stimmen uns auf den Klienten ein und sind offen für alle emotionalen, körperlichen und energetischen Zustände. Wir sind bereit, diese mit auszuhalten.
Durch den körperlichen und psychischen Halt, kann sich der Klient seinen Zuständen wie Traurigkeit, Druck oder auch Lebendigkeit leichter widmen. Er kann sie wahrnehmen und die wichtigen Informationen, die diesen Zuständen innewohnt, aufnehmen.
"Wie tiefgreifend sich gravierende Erfahrungen im körperlichen Gewebe verankern und wie wichtig deshalb der Zugang über den Körper ist, hat uns auf unserem Weg besonders beeindruckt. „

Termin: Freitag, 13.10.2017, 18-21 Uhr, Vorstellung von IKE, „Theorie“ durch Ulrich Eidt, 30,- Euro
Samstag, 14. 10.2017, 10 Uhr – 17 Uhr, IKE-Praxis mit Sessions, Leitung Ulrich Eidt, Alke Bauer, 60,- Euro; Teilnahme an beiden Tagen: 80,- Euro
Ort: Turnerstr.6, 33602 Bielefeld
Anmeldungen bitte unter info@alke-bauer.de oder 0521 4042554